Die etwas andere Reiseapotheke - Teil 1

Bei jedem sieht der Inhalt der Haus- und Reiseapotheke anders aus, schon aufgrund der Tatsache, dass einige auf eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind. Wer wie wir unter chronischen Schmerzen unterschiedlichster Art leiden, kann das gut nachvollziehen.

 

Eine meiner Schmerzerkrankungen ist die chronische Migräne mit und ohne Aura, unter der ich bereits seit meinem 12. Lebensjahr leide. Zahlreiche medikamentöse Prophylaxen, Akuttherapien, Schmerzmittel und Triptane habe ich mit einigen Neurologen in den letzten 3 Jahrzehnten durchprobiert. So richtig und mit durchschlagender Wirkung hat bisher noch nichts geholfen. Die schlimmste Erfahrung habe ich in einer Schmerzklinik gemacht, als ich ein für mich unbekanntes Triptane eingenommen habe und die Nebenwirkungen katastrophal waren. Ich dachte, ich müsste sterben. Doch Hilfe von seitens dieser Schmerzklinik war gleich null. Die Aussage eines Stationsarztes war "Dann müssen sie halt damit leben". Na toll, wenn ein Arzt die Flinte ins Korn wirft, wie soll ich mich denn dann fühlen?

 

An Arbeiten ist mit 2 Anfällen pro Tag nicht mehr zu denken. Am Anfang wollte ich das nicht wahr haben und habe mich, vollgepumpt mit Schmerzmitteln, weiter auf die Arbeit geschleppt. Es war jedoch kein konzentriertes Arbeiten mehr möglich. Die Fehlzeiten wurden häufiger und länger und das Verständnis in meiner Arbeitsumgebung war gleich null. Und dann ging von jetzt auf sofort gar nix mehr. Mein Körper hatte die Notbremse gezogen. Eine Überweisung für Schmerztherapie sollte sich als eine sehr gute Entscheidung herausstellen. 

 

Seit Dezember 2014 bin ich nun bei meiner Schmerztherapeutin, die übrigens selbst mit Migräne zu tun hat, in Behandlung. Gemeinsam haben wir uns auf die Reise gemacht und einiges ausprobiert. Neben konventioneller Schmerztherapie, mit Medikamenten, hat sie mir das Autogene Training beigebracht. Regelmäßiges Training, 3x 3 Minuten am Tag, ist dabei sehr wichtig, um auch bei Migräne Anfällen vom Autogenen Training profitieren zu können. Allerdings dauert das und Geduld war bisher nicht wirklich meine Stärke.

 

 

Als eine befreundete Heilpraktikerin mich gefragt hat, ob ich etwas natürliches probieren möchte, habe ich sofort zugesagt. Versuchen kann man es ja mal. Also ich nix wie in die Apotheke und gefragt, ob sie mir Kamillenblütenöl besorgen könnten. Es hat etwas gedauert, aber nach 2 Wochen war das Öl - 1 ml - endlich da. Als Trägeröl hatte ich mir bereits das Sesamöl - 100 ml - besorgt. Also das Kamillenblütenöl, das ist herrlich blau, ins Sesamöl rein und gut geschüttelt. Da der nächste Migräne Anfall nicht lange auf sich warten lies, habe ich die Mischung gleich auf Stirn, Schläfen und über den Ohren aufgetragen und leicht einmassiert. Da ich mir bei Migräne Ruhe gönnen muss, habe ich mich ins Bett gelegt und bin auch prompt eingeschlafen. Nach einigen Stunden Schlaf bin ich mit weniger Schmerzen im Kopf wach geworden. Für mich war das schon ein Erfolg, da ich ja keine Triptane oder Schmerzmittel eingenommen hatte. Seit ich diese Mischung habe, konnte ich die Einnahme von Triptanen und Schmerzmittel etwas reduzieren, schmerzfrei bin ich allerdings davon nicht geworden. Nichtsdestotrotz ist die Mischung bereits fester Bestandteil unserer Haus- und Reiseapotheke geworden.

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